Eine Wappengravur macht einen Siegelring zu etwas Einzigartigem. Sie verbindet Tradition, Familiengeschichte und persönliche Identität mit edlem Schmuckhandwerk. In unserem Atelier fertigen wir jede Gravur in enger Zusammenarbeit mit unseren Graveurmeistern an – präzise, detailreich und immer individuell nach Ihrem Motiv. Im Folgenden erfahren Sie alles über den Aufbau eines Wappens, die verschiedenen Gravurtechniken und die Gestaltungsmöglichkeiten für Ihr Wappen.
Ein Vollwappen besteht normalerweise aus Helmzier, Helm, Helmdecke, und Schild.

Generell kann man einen Siegelring vertieft gravieren oder auch erhaben als Relief.
Reliefgravuren sind deutlich teurer als vertiefte Gravuren.
Bei der Gravur des Wappens kann man entscheiden, ob Vollwappen, Schild mit Krone/Helm oder nur das Schild.

Vollwappen
Das komplette Wappen wird graviert mit Helmzier und Helmdecke oder Wappenmantel.
Ab einer Steingröße von 12 x 10 mm möglich

Schild mit Krone / Helm
Anstatt Helm und Blätterkrone kann auch die Standeskrone (Rang- /Adelskrone) graviert werden.
5-zackige Krone für nicht titulierten Adel
7-zackige Krone für Freiherr/Freifrau
9-zackige Krone für Graf/Gräfin

Schild
Das Schild ist die schlichteste Form, ein Wappen zu gravieren. Dabei wird das Wappen auf seine grundlegende Schildform reduziert.
Da gibt es 2 Möglichkeiten bei den Ringen: entweder zur Ansicht oder zum Siegeln.
Wappen-Anhänger werden zur Ansicht graviert.
zum Lesen im Stein graviert
spiegelverkehrt im Stein graviert
Als Gravurvorlage gehen ein anderer Siegelring, ein Abdruck, ein Foto oder eine Zeichnung.
Es muss kein digitales Format haben, da all unsere Ringe von Hand graviert werden.
Wichtig ist nur, dass es eine Draufsicht ist, auf der man alle Details erkennen kann und man berechtigt ist, das Wappen zu tragen.
Wenn man kein eigenes Wappen hat, kann man sich auch eins beim Grafiker oder Heraldiker entwerfen lassen.
Auch ungewöhnlichere Vorlagen, wie einen Teppich oder eine Butterdose hatten wir auch schon. Wichtig ist, dass das Wappen sehr gut erkennbar ist.
Es gibt 2-farbige Edelsteine (Lagensteine), 1-farbige opake Edlesteine und 1-farbig transparente Edelsteine.
Transparente Steine sind deutlich teuer als die anderen Edelsteine.
Weitere Infos zur Härte der verschiedenen Edelsteine finden Sie hier

2-farbig
Lagensteine
blau, grün, rot, grau

1-farbig
Edelsteine wie z. B. Karneol, Achat (grün oder blau), Jaspis, Lapis, Jade, Onyx, ind. Mondstein

1-farbig
transparente Edelsteine wie z. B. Bergkristall, Turmalin, Aquamarin, Citrin, Granat, Saphir, Beryll

im Metall
Beim Jaspis (Blutstein) können Sie wählen zwischen viel und wenig roten Sprenkeln.

viel rot

kaum rot
durchgraviert
Wappen wird komplett in die unter Lage des Lagensteins graviert.
abschattiert
(zur Ansicht)
Wappen wird in verschiedenen Tiefen ausgearbeitet, dadurch entsteht mehr Kontrast und das Wappen wirkt feiner.

Die Steine können mit einer runden (links) oder einer gerade (rechts) Kante gefasst werden.

Hier sieht man den sehr deutlichen Unterschied zwischen einer hochwertigen Handgravur und einer Maschinengravur. Die Art der Gravur macht sich nicht nur im Preis bemerkbar, sondern wird auch deutlich in Qualität und Haltbarkeit.
Innerhalb der Handgravur gibt es aber auch verschiedene Varianten Wappen und Monogramme gravieren zu lassen. Es stehen Flachstich, Siegelgravur, vertiefte Gravur zur Ansicht und Reliefgravur zur Auswahl.
Reliefgravuren sind deutlich teuer als eine vertiefte Gravur.
Bei den Wappenringen mit Stein hat man die Wahl zwischen der
Wappenanhänger (mit Stein) werden normalerweise zur Ansicht graviert. Man könnte aber trotzdem auch Siegeln (der Abdruck wäre nur spiegelverkehrt, da die Gravur im Edelstein immer vertieft ist).
Bei den Siegelringen und Wappenanhänger ohne Stein kann man zwischen
Obwohl beide Gravurarten in die Tiefe gehen, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Tiefe und ihrem Verwendungszweck:
Aufgrund des viel höheren Materialabtrags und der komplexen Ausarbeitung der Tiefen ist eine echte Siegelgravur handwerklich deutlich aufwendiger als ein feiner Flachstich und daher auch entsprechend hochpreisiger.
Der Unterschied liegt im Prinzip von „Negativ“ und „Positiv“ – also darin, ob das Motiv in die Tiefe geht oder nach oben herausragt:
Hinweis zum Siegeln: Eine Reliefgravur ist ein reines Kunstwerk zur Ansicht. Man kann mit ihr nicht siegeln, da sie im Wachs nur ein tiefes Loch hinterlassen würde. Durch den extremen Zeitaufwand, den Hintergrund gleichmäßig abzutragen, ist die Reliefgravur die kostspieligste aller Gravurarten.

